Der Tre­sor-Rat­ge­ber

Der Kauf eines Tre­sors kann auf­grund der gro­ßen Viel­falt an Model­len gepaart mit Fach­be­grif­fen aus der Sicher­heits­tech­nik schnell über­for­dern. Dadurch kön­nen leicht Feh­ler gemacht wer­den, die im schlimms­ten Fall Aus­wir­kung auf die Sicher­heit Ihrer Wert­ge­gen­stände haben. Damit das nicht pas­siert, füh­ren wir Sie in unse­rem Tre­sor-Rat­ge­ber Schritt für Schritt durch den Pro­zess der Aus­wahl des für Sie am bes­ten geeig­ne­ten Tre­sors.

Schritt 1Den Tre­sor-Inhalt fest­le­gen

Zu Beginn des Tre­sor-Kaufs müs­sen Sie sich Gedan­ken über den Tre­sor-Inhalt machen. Als Ori­en­tie­rungs­hilfe die­nen vor allem Gegen­stände die für Ein­bre­cher beson­ders inter­es­sant sind. Dar­un­ter fal­len in ers­ter Linie Gegen­stände die einen hohen Wert an sich haben und sofort wei­ter­ver­kauft wer­den kön­nen.

Aber auch per­sön­li­che Gegen­stände und Unter­la­gen, die teils kei­nen nen­nens­wer­ten Gegen­wert haben, kön­nen für die kurz- oder lang­fris­tige Auf­bewahrung im Tre­sor in Frage kom­men.

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Wich­tige Unter­la­gen

  • Ausweis­papiere (Rei­se­pass, Per­so­nal­aus­weis)
  • Urkun­den (Besitz­ur­kun­den, sport­li­che Leis­tun­gen)
  • Ver­träge, Tes­ta­mente, Akten, Briefe

Täg­li­che Gegen­stände

  • Schlüs­sel (Haus- und Auto­schlüs­sel, Ersatz­schlüs­sel)
  • Scheck­kar­ten (EC-Karte, Kre­dit­karte)
  • Geld­beu­tel, Brief­ta­sche

Wert­ge­gen­stände

  • Bar­geld
  • Uhren (Arm­band­uhr, Taschen­uhr)
  • Schmuck (Ohr­ringe, Arm­reif, Ket­ten)
  • Edel­me­talle (Sil­ber, Gold)
  • Samm­lun­gen (Brief­mar­ken, Mün­zen)

Elek­tro­ni­sche Geräte

  • iPhone, Smart­phone, Handy
  • iPad, Tablet-PC
  • Note­book, Lap­top, Mac­book
  • Kamera

Wich­tig!
Sowohl die Art als auch der Wert des Tre­sor-Inhalts bestim­men spä­ter die not­wen­dige Sicher­heits­klasse und Aus­stat­tung des Tre­sors!

Schritt 2Die rich­tige Tre­sor-Größe wäh­len

Nun da Sie wis­sen wel­che Gegen­stände im Tre­sor Platz fin­den sol­len, kön­nen Sie sich Gedan­ken über die Größe des Tre­sors machen. Bei der Wahl der rich­ti­gen Tre­sor-Größe sind fol­gende zwei Kri­te­rien ent­schei­dend: der Platz­be­darf für den Tre­sor-Inhalt und den Tre­sor-Kor­pus selbst.

Tre­sor-Kor­pus

  • Der Auf­stell­ort sollte aus­rei­chend Platz zum Posi­tio­nie­ren und Ver­an­kern des Tre­sors haben.
  • Berück­sich­ti­gen Sie den Platz­be­darf für das Öff­nen der Tre­sor-Türe. Man­che Tre­sor-Türen öff­nen über 90° hin­aus!
  • Beach­ten Sie, dass die Schloss­ar­ma­tur oder Tür­schar­niere um einige Zen­ti­me­ter vor­ste­hen kön­nen. Diese Angabe wird bei den Außen­ab­mes­sun­gen des Tre­sors oft ver­ges­sen!

Tre­sor-Inhalt

  • Ori­en­tie­ren Sie sich an der Größe der wich­tigs­ten Gegen­stände, die in jedem Fall im Tre­sor auf­be­wahrt wer­den sol­len.
  • Ach­ten Sie auf eine aus­rei­chend große Tür­öff­nung des Tre­sors, damit auch alle geplan­ten Gegen­stände durch die Türe pas­sen. Die Breite und Höhe der Tür­öff­nung ist in der Regel deut­lich klei­ner als die Abmes­sun­gen des Innen­raums.
  • Beach­ten Sie, dass die Schloss­me­cha­nik an der Türin­nen­seite den Tre­sor-Innen­raum zusätz­lich ein­schränkt!
  • Prü­fen Sie, ob vor­han­dene Fach­bö­den in der Höhe ver­stell­lbar oder kom­plett ent­nehm­bar sind, für einen fle­xi­blen Innen­raum.
  • Stel­len Sie sicher, dass aus­rei­chend Frei­raum nach oben und unten zum Ein­le­gen oder Ent­neh­men Ihrer Gegen­stände vor­liegt.
  • Hal­ten Sie Platz für zukünf­tige Gegen­stände bereit!

Abmes­sun­gen außen

  • Abmaße Kor­pus
    Höhe x Breite x Tiefe in cm
    Bei­spiel: 24 x 35 x 28 cm (HxBxT)
  • Vor­ste­hen der Schloss­ar­ma­tur
    Tiefe in cm
    Bei­spiel: 2,4 cm

Abmes­sun­gen innen

  • Größe Innen­raum
    Volu­men in Litern
    Bei­spiel: 17,5L
  • Abmaße Innen­raum
    Höhe x Breite x Tiefe in cm
    Bei­spiel: 23,2 x 34,2 x 22 cm (HxBxT)
  • Wand­stärke Kor­pus & Türe
    Dicke in cm
    Bei­spiel: 0,4cm (Kor­pus), 5cm (Türe)
  • Tür­öff­nung
    Höhe x Breite in cm
    Bei­spiel: 20 x 28 (HxB)

Für die Erfül­lung der genann­ten Punkte ist es wich­tig, dass Sie alle wich­ti­gen Abmes­sun­gen des Tre­sors vor dem Kauf ken­nen. Da es lei­der oft vor­kommt, dass Her­stel­ler wich­tige Maße zu ihren Tre­so­ren unter­schla­gen, haben wir in unse­ren Tre­sor-Test­be­rich­ten stets alle rele­van­ten Abmes­sun­gen zusam­men­ge­tra­gen und not­falls abge­schätzt.

Schritt 3Den pas­sen­den Tre­sor-Typ fin­den

Über die Fest­le­gung der Größe des Tre­sors und sei­nes Inhalts haben Sie wei­test­ge­hend auch den Tre­sor-Typ mit­be­stimmt. Pla­nen Sie zum Bei­spiel die sichere Auf­be­wah­rung von Schlüs­seln in einem klei­nen Stahl­be­hält­nis, so kommt ein Schlüs­sel­tre­sor als geeig­ne­ter Tre­sor-Typ in Frage. Sol­len Akten in Form von DIN A4 Ord­nern feu­er­ge­schützt auf­be­wahrt wer­den, so stellt ein Feu­er­schutz-Tre­sor mit Ord­ner­tiefe die beste Lösung dar. Damit Sie einen Über­blick über die Viel­falt an Tre­sor-Typen bekom­men, stel­len wir Ihnen in der fol­gen­den Auf­lis­tung die häu­figs­ten Tre­sor-Typen am Markt vor. Dabei haben wir wich­tige Kri­te­rien wie die Fle­xi­bi­li­tät des Auf­stell­orts, die Ver­an­ke­rungs­art und Sicht­bar­keit des Tre­sors sowie die Option einer zer­ti­fi­zier­ten Sicher­heits­stufe bzw. eines Feu­er­schut­zes mit ange­ge­ben.

© Burg-Wäch­ter

Der Möbel­tresor

Auf­stell­ort: fest
Ver­an­ke­rung: Rückwand/Boden
Sicht­bar­keit: mit­tel
Sicher­heits­stufe: optio­nal
Feu­er­schutz: optio­nal

Der Möbel­tresor ist der wohl bekann­teste Tre­sor-Typ. Das liegt vor allem daran, dass er in den meis­ten Hotel­zim­mern zur Zim­mer­aus­stat­tung gehört. Sein cha­rak­te­ris­ti­sches Merk­mal ist, dass er – wie der Name schon sagt – ver­steckt inner­halb von Möbeln ein­ge­setzt wer­den kann. Für die­sen Zweck hat er ent­spre­chend kom­pakte Abmes­sun­gen, ein mode­ra­tes Gewicht und Ver­an­ke­rungs­lö­cher an Rück­wand und Boden für die Befes­ti­gung mit dem Möbel­stück. Den Möbel­tresor gibt es in ver­schie­dens­ten Grö­ßen von klein und kom­pakt für Smart­phone, Geld­börse oder Schlüs­sel bis hin zu groß und geräu­mig für Akten­ord­ner, Geld­kas­set­ten und sper­rige Gegen­stände. Dank der gro­ßen Aus­wahl sollte für fast jedes Möbel­stück – sei es ein Schrank, eine Kom­mode oder ein Schreib­tisch – ein pas­sen­der Möbel­tresor zu fin­den sein. Unab­hän­gig von der Größe muss ein Möbel­tresor immer ver­an­kert wer­den, da sein gerin­ges Eigen­ge­wicht den Dieb­stahl im Gan­zen ermög­licht.

© Xcase

Der Buch­tresor

Auf­stell­ort: fle­xi­bel
Ver­an­ke­rung: keine
Sicht­bar­keit: gering (Tar­nung)
Sicher­heits­stufe: keine
Feu­er­schutz: nein

Der Buch­tresor ist ein ganz beson­de­rer Tre­sor-Typ. Er erreicht seine Schutz­wir­kung anstelle dicker Stahl­wände und kom­ple­xer Schließ­me­cha­nis­men durch eine geschickte Tar­nung als Buch, Roman oder Lexi­kon. Je nach Aus­füh­rung gibt es auch Exem­plare mit ech­ten Papier­sei­ten, die kaum mehr von einem ech­ten Buch zu unter­schei­den sind. Die­ser Tre­sor-Typ eig­net sich gut als klei­nes Geheim­ver­steck für Bar­geld, Schmuck oder Schlüs­sel. Seien Sie sich aber im Kla­ren, dass ein Buch-Tre­sor nur durch seine Tar­nung schützt. Sobald er ent­deckt wird, bie­tet das dünne Stahl­blech und das simple Zylin­der­schloss kei­ner­lei Ein­bruch­schutz. Hinzu kommt, dass auf­grund der feh­len­den Ver­an­ke­rungs­mög­lich­keit ein Dieb­stahl im Gan­zen pro­blem­los mög­lich ist.

© Burg-Wäch­ter

Der Wand-/Bo­den­tre­sor

Auf­stell­ort: fest
Ver­an­ke­rung: Ein­mau­ern
Sicht­bar­keit: gering
Sicher­heits­stufe: optio­nal
Feu­er­schutz: optio­nal

Der Wand- oder Boden­tre­sor ist ein Tre­sor-Typ, wel­cher kom­plett in die Haus­wand bzw. den Fuß­bo­den ein­ge­mau­ert wird und dadurch nicht nur einen maxi­ma­len Dieb­stahl-Schutz bie­tet son­dern auch eine ver­steckte Plat­zie­rung des meist auf­fäl­li­gen Tre­sor-Kor­pus ermög­licht. Ein her­kömm­li­cher Tre­sor ist meist schwer zu ver­ste­cken und muss zudem gut ver­an­kert sein, damit er nicht im Gan­zen ent­wen­det wird. Diese Pro­bleme wer­den Sie bei einem Wand- oder Boden­tre­sor nicht haben! Sein Kor­pus ver­schwin­det voll­stän­dig in der Wand bzw. im Boden, was es erheb­lich erschwert den Tre­sor zu fin­den und quasi unmög­lich macht, ihn mit gän­gi­gem Werk­zeug zu ent­fer­nen. Der Ein­bau eines Wand- oder Boden­tre­sors ist zwar mit einem deut­li­chen Mehr­auf­wand gegen­über ande­ren Tre­sor-Typen ver­bun­den, jedoch sollte es die Zeit und Mühe im Tausch gegen ein deut­li­ches Plus an Sicher­heit in jedem Fall wert sein.

© tresor-test.net

Der Schlüs­sel­tre­sor

Auf­stell­ort: fle­xi­bel
Ver­an­ke­rung: keine
Sicht­bar­keit: hoch
Sicher­heits­stufe: keine
Feu­er­schutz: nein

Der Schlüs­sel­tre­sor ist ein mobi­ler Tre­sor-Typ der durch seine kom­pak­ten Abmes­sun­gen nahezu über­all ein­ge­setzt wer­den kann und vor­wie­gend für das Ver­wah­ren von Schlüs­seln geeig­net ist. Sein Ein­satz kann je nach Aus­füh­rung im Innen- und Außen­be­reich statt­fin­den. So kann er bei­spiels­weise als Not­ver­steck für den Haus­schlüs­sel die­nen für den Fall eines ver­ges­se­nen Schlüs­sels oder ver­se­hent­li­chen Aus­sper­rens. Aber auch der Zugang aus­ge­wähl­ter Per­so­nen zu Ihrem Zuhause, zum Bei­spiel wäh­rend des Urlaubs, wird dadurch ermög­licht. Bitte beach­ten Sie, dass die Schutz­wir­kung eines Schlüs­sel­tre­sors begrenzt ist und er einem ernst­haf­ten Auf­bruch­ver­such nicht lange stand­hal­ten wird. Dem­entspre­chend sollte die Ver­wah­rung von Schlüs­seln nur vor­über­ge­hend sein und nicht dau­er­haft.

© Mas­ter Lock

Der Feu­er­schutz-Tre­sor

Auf­stell­ort: fest
Ver­an­ke­rung: Rückwand/Boden
Sicht­bar­keit: mit­tel
Sicher­heits­stufe: optio­nal
Feu­er­schutz: ja

Der Feu­er­schutz-Tre­sor ist eine um einen Feu­er­schutz erwei­terte Form eines Möbel­tre­sors. Durch seine mehr­wan­di­gen mit Spe­zial-Zement gefüll­tem Außen­wände wer­den Ihre Doku­mente, Daten­trä­ger oder Bar­geld im Falle eines Feu­ers vor Flam­men geschützt und für eine bestimmte Zeit vor der Selbst­ent­zün­dung bzw. Beschä­di­gung bewahrt. Zudem sichert ein Feu­er­walz an der Tür den direk­ten Ein­tritt von Flam­men, Rauch­ga­sen oder auch Lösch­was­ser in den Innen­raum ab. Ein ech­ter Feu­er­schutz wird erst durch einen ent­spre­chende Zer­ti­fi­zie­rung gewähr­leis­tet, wel­che angibt wie viele Minu­ten der Tre­sor-Inhalt bei einem Brand mit defi­nier­ter Tem­pe­ra­tur (über 800°C) vor Schä­den geschützt ist. Die bes­ten Feu­er­schutz-Tre­sore gewäh­ren einen Schutz von bis zu 120 Minu­ten.

Spe­zial-Tre­sore

Neben den gän­gi­gen Typen exis­tie­ren noch wei­tere Tre­sor-Vari­an­ten, die für sehr spe­zi­elle Ein­satz­zwe­cke ent­wor­fen wur­den. Im Fol­gen­den fin­den Sie einige die­ser Exo­ten:

  • Der Ein­wurf-Tre­sor – ein Tre­sor mit einem gegen Ein­griff und Ent­nahme geschütz­ten Ein­wurf-Mecha­nis­mus (Schlitz, Klappe oder Schub­lade) an der Vor­der- oder Ober­seite des Kor­pus. Er ermög­licht das sichere Ein­wer­fen von sen­si­blen Doku­men­ten oder Gegen­stän­den.
  • Der Daten­si­che­rungs­schrank – ein Tre­sor spe­zi­ell für die Ver­wah­rung von Spei­cher­me­dien (Siche­rungs­bän­der, Fest­plat­ten, SSDs, CDs, Dis­ket­ten). Diese wer­den vom Tre­sor vor Magne­tis­mus, Feuer, Lösch­was­ser und Brand­ga­sen geschützt.
  • Der Waf­fen­schrank – ein Spe­zial-Tre­sor für die geset­zes­kon­forme und sichere Ver­wah­rung von Lang­waf­fen und Kurz­waf­fen sowie Muni­tion. Er zeich­net sich durch eine zer­ti­fi­zierte Sicher­heits­klasse (min­des­tens Klasse 0/N nach EN 1143-1) und ent­spre­chende Halte­vorrichtungen für Schuss­waf­fen und Muni­tion aus.
  • Der Pass­wort-Tre­sor – ein vir­tu­el­ler Tre­sor als Pro­gramm für PC oder Smart­phone für den welt­wei­ten Zugriff auf Ihre darin abge­spei­cher­ten Zugangs­da­ten und Pass­wör­ter. Mitt­ler­weile gibt es eine große Aus­wahl an Ange­bo­ten und Anbie­ter sol­cher Pro­gramme, sowohl kos­ten­pflich­tig als auch kos­ten­los. Die bes­ten Pass­wort-Tre­sore wer­den von Stif­tung Waren­test jähr­lich ermit­telt.

Schritt 4Die benö­tigte Sicher­heits­stufe fest­le­gen

Eine Sicher­heits­stufe erhält ein Tre­sor erst nach einer erfolg­rei­chen Zer­ti­fi­zie­rungs­prü­fung. Bei der Zer­ti­fi­zie­rung von Tre­so­ren wird unter­schie­den zwi­schen der Prü­fung von Ein­bruch­schutz und Feu­er­schutz. Wäh­rend bei der Ermitt­lung des Wider­stands­grads auf­wän­dige Aufbruch­versuche mit mecha­ni­schen und ther­mi­schen Einbruch­werkzeugen durch­ge­führt wer­den, wird der Feu­er­schutz in einem spe­zi­el­len Brand­sze­na­rio samt Sturz des glü­hen­den Kor­pus aus meh­re­ren Metern Höhe und Abküh­lung durch Lösch­was­ser geprüft. Der Erfolg die­ser Prü­fun­gen ent­schei­det am Ende über die Sicher­heits­ein­stu­fung gegen­über Auf­bruch und Feuer. Die Sicher­heits­stufe wird in Form eine offi­zi­el­len Prüf­pla­kette des VdS oder ECB im Inne­ren des Tre­sors beschei­nigt.

Aber Ach­tungEine Zer­ti­fi­zie­rung nach gül­ti­ger Norm ist kei­nes­wegs Pflicht! So gibt es eine Viel­zahl an Tre­so­ren am Markt die ent­we­der über­haupt keine Sicher­heits­stufe besit­zen oder aber nach einer alten, nicht mehr gül­ti­gen Norm kon­stru­iert wur­den wie z.B. Tre­sore der Stufe A und B. Sol­che Tre­sore haben kei­nen offi­zi­ell geprüf­ten Ein­bruch- oder Feu­er­schutz! Hier hat nur der Her­stel­ler selbst nach eige­nem Ermes­sen geprüft. Einen detail­lier­ten Über­blick über die ein­zel­nen Sicher­heits­stu­fen des Ein­bruch- und Feu­er­schut­zes fin­den Sie in unse­rem Tre­sor-Wis­sen oder direkt in unse­ren Arti­keln zum Ein­bruch­schutz und Feu­er­schutz.

Sicher­heits­stu­fen für Ein­bruch­schutz

In der fol­gen­den Auf­lis­tung fin­den Sie alle aktu­el­len Sicher­heits­stu­fen für den Ein­bruch­schutz von Tre­so­ren, ange­fan­gen bei nicht zer­ti­fi­zier­ten Tre­so­ren über Sicher­heits­schränke bis hin zu pro­fes­sio­nel­len Wert­schutz­schrän­ken. Zu jeder Ein­stu­fung sind ent­spre­chende Emp­feh­lun­gen für den Tre­sor-Inhalt auf­ge­führt. Je nach geprüf­ter Norm wird der Ein­bruch­schutz über „Sicher­heits­stu­fen“ (EN 14450) oder „Wider­stands­grade“ (EN 1143-1) getrof­fen.

[1] Tre­sore ohne zer­ti­fi­zier­ten Ein­bruch­schutz

  • keine offi­zi­elle Sicher­heits­stufe!
  • keine Aus­sage über Ein­bruch­schutz mög­lich!
  • Prü­fung nur durch Her­stel­ler selbst ohne Über­wa­chung durch Zer­ti­fi­zie­rungs­stelle.

Emp­foh­len für: Geld­beu­tel, Schlüs­sel, Smart­phone, Note­book, Tablet-PC, Uhr, Brille, Muni­tion (keine Waf­fen!)

[2] Stahl­schränke zer­ti­fi­ziert nach VDMA 24992* (Bau­vor­schrift) – ungül­tig!

  • Sicher­heits­stufe Aleich­ter Ein­bruch­schutz gegen mecha­ni­sche Werk­zeuge. Kein Schutz gegen Brände.
  • Sicher­heits­stufe Bleich­ter Ein­bruch­schutz gegen mecha­ni­sche Werk­zeuge. Schutz gegen leichte Brände.

Emp­foh­len für: wie Punkt [1], zusätz­lich: Bar­geld bis 500€, Aus­weis­pa­piere, Rei­se­pass, Spie­gel­re­flex-Kamera, Kamera-Objek­tive, sen­si­ble Arznei­mittel

[3] Sicherheits­schränke zer­ti­fi­ziert nach EN 14450** (Norm)

  • Sicher­heits­stufe S1weit­ge­hen­der Ein­bruch­schutz gegen mecha­ni­sche Werk­zeuge. Schutz gegen leichte Brände.
  • Sicher­heits­stufe S2weit­ge­hen­der Ein­bruch­schutz gegen mecha­ni­sche Werk­zeuge über S1 hin­aus. Schutz gegen leichte Brände.

Emp­foh­len für: wie Punkt [2], zusätz­lich: Bar­geld bis 1000€, Schmuck (Ringe, Hals­ket­ten), höher­wer­tige Uhren

[4] Wertschutz­schränke zer­ti­fi­ziert nach EN 1143-1 (Norm)

  • Wider­stands­grad N(0)geprüf­ter Ein­bruch­schutz gegen mecha­ni­sche & ther­mi­sche Werk­zeuge (30/30 RU***)
  • Wider­stands­grad Igeprüf­ter Ein­bruch­schutz gegen mecha­ni­sche & ther­mi­sche Werk­zeuge (30/50 RU***)
  • Wider­stands­grad IIgeprüf­ter Ein­bruch­schutz gegen mecha­ni­sche & ther­mi­sche Werk­zeuge (50/80 RU***)
  • Wider­stands­grad IIIgeprüf­ter Ein­bruch­schutz gegen mecha­ni­sche & ther­mi­sche Werk­zeuge (80/120 RU***)
  • Wider­stands­grad IVgeprüf­ter Ein­bruch­schutz gegen mecha­ni­sche & ther­mi­sche Werk­zeuge (120/180 RU***)
  • Wider­stands­grad Vgeprüf­ter Ein­bruch­schutz gegen mecha­ni­sche & ther­mi­sche Werk­zeuge (180/270 RU***)

Emp­foh­len für: wie Punkt [3], zusätz­lich: Bar­geld ab 1000€, Edel­metalle (Gold, Sil­ber, Pla­tin), Luxus-Uhren, teure Samm­lun­gen (Brief­mar­ken, Mün­zen), wert­volle Kunstgegen­stände, Ver­träge, Urkun­den, Kurz- und Lang­waf­fen

Sicher­heits­stu­fen für Feu­er­schutz

Der Feu­er­schutz­klasse eines Tre­sors wird eben­falls durch eine Zer­ti­fi­zie­rungs­prü­fung ver­ge­ben und rich­tet sich nach der maxi­ma­len Dauer des Feu­er­wi­der­stands und nach der Art des zu schüt­zen­den Tre­sor-Inhalts. Die Feu­er­schutz-Norm unter­schei­det beim Tre­sor-Inhalt nur zwi­schen Papier und Daten­trä­gern, da diese beson­ders feu­er­ge­fähr­det sind.

Tre­sore aus feu­er­fes­ten Mate­ria­lien nach DIN 4102 und Feu­er­walz an Türe

  • keine offi­zi­elle Feu­er­schutz­klasse!
  • keine Aus­sage über Dauer des Feu­er­schut­zes mög­lich!
  • nur Schutz gegen Ein­tritt von Flam­men durch Feu­er­walz

Emp­foh­len für: feu­er­ge­schützte bzw. bran­dun­ge­fähr­dete Auf­stell­orte des Tre­sors, hit­ze­be­stän­dige Gegen­stände aus Glas oder Metall, ent­behr­li­che Gegen­stände im Brand­fall

Feu­er­schutz-Tre­sore zer­ti­fi­ziert nach EN 15659 (Norm)

  • Feu­er­schutz­klasse LFS30P30 Min. leich­ter Feu­er­schutz für Papier
  • Feu­er­schutz­klasse LFS60P60 Min. leich­ter Feu­er­schutz für Papier

Emp­foh­len für: Doku­mente wie z.B. Aus­weis­pa­piere, Briefe, Kon­to­aus­züge, Ver­si­che­rungs­pa­piere

Feu­er­schutz-Tre­sore zer­ti­fi­ziert nach EN 1047-1 (Norm)

  • Feu­er­schutz­klasse S60P60 Min. star­ker Feu­er­schutz für Papier
  • Feu­er­schutz­klasse S120P120 Min. star­ker Feu­er­schutz für Papier

Emp­foh­len für: wich­tige Doku­mente wie z.B. Ver­träge, Zer­ti­fi­kate, Urkun­den, Zeug­nisse, Unter­neh­mens­pa­piere, Kun­den­da­ten, Akten

Daten­si­che­rungs­schrank zer­ti­fi­ziert nach EN 1047-1 (Norm)

  • Feu­er­schutz­klasse S60DIS60 Min. star­ker Feu­er­schutz für Daten­trä­ger
  • Feu­er­schutz­klasse S120DIS120 Min. star­ker Feu­er­schutz für Daten­trä­ger

Emp­foh­len für: wich­tige Daten­trä­ger wie z.B. CDs, Dis­ket­ten, Spei­cher­kar­ten, Fest­plat­ten, SSDs, Magnet­bän­der

* Das Ein­heits­blatt VDMA 24992 Stand Mai 1995 wurde am 31. Dezem­ber 2003 vom VDMA ersatz­los zurück­ge­zo­gen! Damit endete auch die Über­wa­chung der Tre­sor-Her­stel­ler durch den VDMA. Tre­sore der Sicher­heits­stufe A oder B haben dem­nach keine gül­tige Zer­ti­fi­zie­rung! Als Nach­fol­ger wurde die EN 14450 mit den Sicher­heits­stu­fen S1 (ehem. A) und S2 (ehem. B) ein­ge­führt.

** Die Anfor­de­run­gen der EN 14450 lie­gen ober­halb der Anfor­de­run­gen des mitt­ler­weile zurück­ge­zo­ge­nen Ein­heits­blatts VMDA 24992.

*** Die Dauer für einen erfolg­rei­chen Auf­bruch­ver­such mit mecha­ni­schen Werk­zeu­gen (z.B. Stemm­ei­sen) und ther­mi­schen Werk­zeu­gen (z.B. Schneid-bren­ner) wird in der Ein­heit RU (Res­in­stance Unit) ange­ge­ben. Der Zeit­wert der RU ist geheim! Je höher der RU-Wert, desto grö­ßer der Wider­stand. Bei­spiel: „30/50 RU“ bedeu­tet eine Dauer von 30 RU gegen­über mecha­ni­schen Werk­zeu­gen und 50 RU gegen­über ther­mi­schen Werk­zeu­gen.

Schritt 5Den favo­ri­sier­ten Schloss-Typ bestim­men

Die ver­schie­de­nen Schloss-Typen auf dem Markt las­sen sich grund­le­gend in zwei Kate­go­rien ein­tei­len: mecha­ni­sche und elek­tro­ni­sche Schlös­ser. Sie unter­schei­den sich im Wesent­li­chen durch den Bedien­kom­fort, die Öff­nungs­dauer und das Öff­nungs­ge­heim­nis. Wäh­rend mecha­ni­sche Schlös­ser den durch die hohe Öff­nungs­dauer den gerings­ten Bedien­kom­fort auf­wei­sen – Tre­sor-Schlüs­sel aus Ver­steck holen bzw. Zah­len­folge per Stell­rad ein­ge­ben – ist dies bei elek­tro­ni­schen Schlös­sern deut­lich kom­for­ta­bler. Dank der ver­bau­ten Elek­tro­nik kön­nen Sie nicht nur einen per­sön­li­chen Schließ­code ein­spei­chern und per Tas­ten­feld schnell und ein­fach ein­tip­pen son­dern haben je nach Modell auch die Mög­lich­keit Ihren Fin­ger­ab­druck als Zugangs­schlüs­sel zu hin­ter­le­gen. Letz­te­res ist die kom­for­ta­belste, schnellste und sicherste Mög­lich­keit zur Öff­nung des Tre­sors, aber auch die Teu­erste.

Damit Sie einen Über­blick über die Viel­falt an Tre­sor-Schlös­sern bekom­men, stel­len wir Ihnen die meist ver­brei­te­ten Schloss-Typen in fol­gen­der Auf­lis­tung vor. Darin sind neben gene­rel­len Infor­ma­tio­nen auch die wesent­li­chen Unter­schei­dungs­merk­male der Schlös­ser ver­merkt.

© kra­syuk

Das mecha­ni­sche Zah­len­schloss

Öff­nungs­ge­heim­nis: Zah­len­folge
Bedien­kom­fort: sehr nied­rig
Öff­nungs­dauer: lang

Das mecha­ni­sche Zah­len­schloss ist ein tra­di­tio­nel­ler Schloss-Typ bei dem jede Zif­fer des Zugangs­codes über ein mecha­ni­sches Stell­rad nach­ein­an­der per Hand ein­ge­stellt wer­den muss. Das die­ser Schloss-Typ heut­zu­tage nur noch sel­ten in Tre­so­ren zu fin­den ist liegt vor allem an sei­nem nied­ri­gen Bedien­kom­fort und der umständ­li­chen, lang­wie­ri­gen Ein­gabe des Öff­nungs­codes. Die fei­nen Stri­che am Stell­rad kön­nen nur bei guter Beleuch­tung und aus­rei­chen­dem Seh­ver­mö­gen kor­rekt aus­ge­rich­tet wer­den. Dabei spielt auch die Dreh­rich­tung und exakte Posi­tio­nie­rung des Stell­rads eine ent­schei­dende Rolle. Dre­hen Sie zu weit, so muss von vorne begon­nen wer­den. Das kann schnell zu einem Gedulds­spiel wer­den. All das sind mit­un­ter Gründe, warum mecha­ni­sche Zah­len­schlös­ser bei Tre­so­ren für den Heim­ge­brauch nur noch wenig Anwen­dung fin­den. Der Voll­stän­dig­keit hal­ber wur­den sie aber hier­mit erwähnt.

© M. Schup­pich

Das Dop­pel­bart-Schloss

Öff­nungs­ge­heim­nis: Dop­pel­bart-Schlüs­sel
Bedien­kom­fort: nied­rig
Öff­nungs­dauer: mit­tel

Das Dop­pel­bart-Schloss ist eben­falls ein tra­di­tio­nel­ler, mecha­ni­scher Schloss-Typ der auf­grund sei­ner hohen Sicher­heit und Robust­heit noch oft in Tre­so­ren zum Ein­satz kommt. Der Name „Dop­pel­bart“ ist auf die spe­zi­elle Form des Schlüs­sels zurück­zu­füh­ren. Die­ser hat statt einen gleich zwei Schlüs­sel­bärte am vor­de­ren Ende, was das Kna­cken des Schlos­ses bei einem Auf­bruch­ver­such erheb­lich erschwert. Dem­nach soll­ten Sie den Tre­sor-Schlüs­sel in kei­nem Fall ver­lie­ren und immer sicher ver­ste­cken, denn mit dem Ver­steck des Tre­sor-Schlüs­sels steht und fällt die Schutz­wir­kung Ihres Tre­sors. Für ein zusätz­li­ches Plus an Sicher­heit sorgt bei vie­len Model­len der soge­nannte Schließ­zwang, der sicher­stellt, dass Sie den Dop­pel­bart-Schlüs­sel nur dann abzie­hen kön­nen, wenn der Tre­sor auch ver­schlos­sen ist. Diese Schutz­funk­tion haben Sie bei elek­tro­ni­schen Schlös­sern in der Regel nicht. Zudem bie­tet das Dop­pel­bart-Schloss durch seine robuste Mecha­nik den gro­ßen Vor­teil, dass Sie sich keine Gedan­ken über leere Bat­te­rien oder eine defekte Elek­tro­nik machen müs­sen. Auch ein meist unsi­che­res Not­schloss, wie es bei güns­ti­gen, elek­tro­ni­schen Schlös­sern oft zum Ein­satz kommt, ist bei Dop­pel­bart-Schlös­sern aus Sicher­heits­grün­den nicht zu fin­den.

© rot­ten­man

Das elek­tro­ni­sche Code­schloss

Öff­nungs­ge­heim­nis: Zah­len­folge
Bedien­kom­fort: hoch
Öff­nungs­dauer: kurz

Das elek­tro­ni­sche Code­schloss ist ein moder­ner Schloss-Typ bei dem der Zugangs­code über ein Tas­ten­feld schnell und ein­fach ein­ge­ge­ben wer­den kann. Dank der ver­bau­ten Elek­tro­nik kann der Zugangs­code in der Regel frei in Abfolge und Länge gewählt wer­den. Das ist beson­ders dann hilf­reich, wenn man sich lange Zah­len­fol­gen schwer mer­ken kann. Eine Min­dest­länge von drei Zif­fern ist aber aus Sicher­heits­grün­den bei den meis­ten die­ser Schlös­ser Pflicht. Die Elek­tro­nik ermög­licht zudem akus­ti­sche und visu­elle Hin­weise zum Betriebs­zu­stand des Schlos­ses. Bei­spiels­weise erhal­ten Sie einen Warn­hin­weis wenn die Bat­te­rie sich lang­sam dem Ende zu neigt oder die soge­nannte Zeit­sperre aktiv ist. Letz­tere ist eine Zusatz­funk­tion in vie­len Model­len, die das Schloss nach mehr­fa­chen Fehlei­ga­ben für eine defi­nierte Zeit sperrt um wahl­lose Ein­ga­be­ver­su­che zu stop­pen. Wich­tig zu erwäh­nen ist, dass viele der güns­ti­gen, elek­tro­ni­schen Code­schlös­ser ein mecha­ni­sches Zusatz­schloss besit­zen, mit dem Sie im Falle eines ver­ges­se­nen Zugangs­codes oder einer defek­ten Elek­tro­nik den Tre­sor öff­nen kön­nen. Lei­der stellt der Not­schlüs­sel und die meist simple Bau­art die­ser Schlös­ser ein zusätz­li­ches Sicher­heits­ri­siko dar. Das ist auch der Grund warum Sie bei einem zer­ti­fi­zier­ten, elek­tro­ni­schen Code­schloss nie­mals ein Not­schloss fin­den wer­den.

© PJ_JoE

Das bio­me­tri­sche Code­schloss mit Fin­ger­ab­druck-Scan­ner

Öff­nungs­ge­heim­nis: Fin­ger­ab­druck oder Zah­len­folge
Bedien­kom­fort: sehr hoch
Öff­nungs­dauer: sehr kurz

Das bio­me­tri­sche Code­schloss ist der fort­schritt­lichste und sicherste Schloss-Typ auf dem Markt und stellt im Grunde ein um einen Fin­ger­ab­druck-Scan­ner erwei­ter­tes elek­tro­ni­sches Code­schloss dar. Das bedeu­tet, dass sie neben der Ein­gabe eines Zugangs­codes per Tas­ten­feld zusätz­lich die Mög­lich­keit haben den Tre­sor mit Ihrem per­sön­li­chen Fin­ger­abruck zu öff­nen. Sie kön­nen aber nicht nur sich selbst son­dern auch wei­te­ren Per­so­nen den Zugang zum Tre­sor mit deren Fin­ger­ab­druck gewäh­ren. Damit Sie nicht Gefahr lau­fen, dass der Fin­ger­ab­druck bei­spiels­weise durch eine Ver­let­zung nicht erkannt wird, müs­sen Sie bei Inbe­trieb­nahme in der Regel zwei oder meh­rere Fin­ger ein­scan­nen. Für zusätz­li­che Sicher­heit besit­zen einige bio­me­tri­sche Schlös­ser zudem eine soge­nannte Lebend­fin­ger-Erken­nung, die gefälschte Fin­ger zuver­läs­sig erkennt und aus­schließt. Die kom­plexe Tech­nik eines bio­me­tri­schen Schlos­ses ist mit­un­ter der Grund für den spür­ba­ren Auf­preis gegen­über her­kömm­li­chen Code­schlös­sern.

Schritt 6Die Schloss­klasse berück­sich­ti­gen

Neben der Sicher­heits­ein­stu­fung für Tre­sore gibt es eine sol­che auch für das Tre­sor-Schloss. Wäh­rend bei Tre­so­ren der Ein­bruch- und Feu­er­wi­der­stand im Fokus steht, wer­den Tre­sor-Schlös­ser viel weit­rei­chen­der geprüft. Der Wider­stand gegen unbe­fug­tes Öff­nen (Mani­pu­la­tion, zer­stö­rende Angriffe) ist nur ein klei­ner Teil des Prüf­spek­trums. So wer­den auch die Zuver­läs­sig­keit, die Fes­tig­keit und kon­struk­tive Anfor­de­run­gen an das Schloss abge­prüft. Des­wei­te­ren wird der Wider­stand gegen phy­si­ka­li­sche (Kälte, Kor­ro­sion, Vibra­tion, Schock) und elek­tro­ma­gne­ti­sche Ein­flüsse (Aus­fall der Strom­ver­sor­gung, Span­nungs­schwan­kun­gen) bewer­tet. Einen detail­lier­ten Ein­blick in den Prüf­me­tho­den und -anfor­de­run­gen fin­den Sie in der fol­gen­den Richt­li­nie des VdS. Der Erfolg die­ser Zer­ti­fi­zie­rungs­prü­fun­gen ent­schei­det am Ende über die Schloss­klasse.

Hoch­si­cher­heits­schlös­ser zer­ti­fi­ziert nach EN 1300 (Norm)

  • Schloss­klasse A bzw. 1leich­ter Schutz gegen Mani­pu­la­tion und zer­stö­rende Angriffe
  • Schloss­klasse B bzw. 2mitt­ler Schutz gegen Mani­pu­la­tion und zer­stö­rende Angriffe

Emp­foh­len für: Tre­sore der Sicher­heits­stu­fen A, B (Stahl­schränke) und S1, S2 (Sicher­heits­schränke)
Ver­pflich­tend für: Tre­sore der Sicher­heits­stufe N/0 bis V (Wert­schutz­schränke)

  • Schloss­klasse C bzw. 3hoher Schutz gegen Mani­pu­la­tion und zer­stö­rende Angriffe
  • Schloss­klasse D bzw. 4sehr hoher Schutz gegen Mani­pu­la­tion und zer­stö­rende Angriffe
  • Ver­pflich­tend für: Tre­sor­raum­tü­ren der Sicher­heits­stufe IV bis XIII (Wert­schutz­räume)

    Schlös­ser ohne Zer­ti­fi­zie­rung

    • keine offi­zi­elle Schloss­klasse!
    • keine Aus­sage zum Schutz gegen Mani­pu­la­tion und zer­stö­rende Angriffe mög­lich!

    Emp­foh­len für: alle Tre­sore ohne Sicher­heits­stufe

    Wich­tig!
    Die Schloss­klasse steht in kei­nem Zusam­men­hang mit der Tre­sor­klasse! Selbst ein nicht zer­ti­fi­zier­ter Tre­sor kann durch­aus ein hoch­wer­ti­ges, zer­ti­fi­zier­tes Schloss der Klasse 2/B besit­zen und umge­kehrt. Las­sen Sie sich daher von Anga­ben wie „Hoch­si­cher­heits­schloss der VdS Klasse 2“ nicht blen­den, denn der Tre­sor selbst hat oft eine deut­lich nied­ri­gere Sicher­heits­stufe!

    Schritt 7Eine sinn­volle Tre­sor-Aus­stat­tung bestim­men

    Die Optio­nen für die Aus­stat­tung des Tre­sors sind auf­grund der gro­ßen Viel­falt sehr unüber­sicht­lich. Zur bes­se­ren Ori­en­tie­rung haben wir die wich­tigs­ten Ausstattungs­merkmale in vier Kate­go­rien für Sie zusammen­gefasst.

    Schutz & Sicher­heit

    • Boden­pols­te­rung zum Schutz Ihrer Wert­sa­chen
    • Kratz­feste Pul­ver­be­schich­tung des Tre­sors
    • Not­ver­rie­ge­lungs­sys­tem bei Auf­bruch
    • Feu­er­walz an Türe gegen Ein­tritt von Flam­men
    • Was­ser­dichte Abdich­tung von Kor­pus und Türe

    Fle­xi­bi­li­tät

    • Innen­raum mit Ord­ner- oder Note­book­tiefe
    • Ent­nehm- oder höhen­ver­stell­ba­rer Fach­bo­den
    • Tie­fen­ver­stell­ba­rer Tre­sor-Kor­pus (nur bei Wand­tresor
    • Aus­häng­bare Tre­sor-Türe für Mon­tage oder Trans­port

    Kom­fort

    • Innen­raum- und Bedien­feld-Beleuch­tung
    • Motor­be­trie­bene, auto­ma­ti­sche Tür­öff­nung
    • Extra gro­ßer Öff­nungs­win­kel der Türe

    Spe­zial

    • Sepa­ra­tes Innen­schließ­fach
    • Ein­wurf­schlitz oder -schub­lade
    • Hal­te­rung für Lang- oder Kurz­waf­fen

    Auch nach dem Tre­sor-Kauf kön­nen Sie die ein oder andere Tre­sor-Aus­stat­tung noch nach­rüs­ten. Eine Aus­wahl an sinn­vol­len und prak­ti­schen Ergän­zun­gen fin­den Sie auf unse­rer Tre­sor-Zube­hör-Seite.

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    Der Tre­sor-Fin­der

    Nun da Sie alles Wich­tige zum Tre­sor-Kauf Schritt für Schritt erfah­ren haben, gilt es den Tre­sor pas­sen­den für Ihre Bedürf­nisse und Wün­sche zu fin­den. Dabei unter­stützt Sie unser Tre­sor-Fin­der! Mit ihm kön­nen Sie unsere große Anzahl an aus­ge­such­ten Tre­so­ren nach bestimm­ten Merk­ma­len durch­su­chen und auf diese ein­schrän­ken. Zudem fin­den Sie zu jedem unse­rer Tre­sore einen aus­führ­li­chen Test­be­richt in dem alle Merk­male des Tre­sors auf­lis­tet und bewer­tet wer­den.

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    Über uns

    Über unsere Part­ner­links bei unse­rem Part­ner Amazon.de kön­nen Sie das gewünschte Pro­dukt güns­tig ein­kau­fen. Gleich­zei­tig unter­stüt­zen Sie damit auch uns, indem wir eine kleine Ver­kaufs­pro­vi­sion für Ihren Ein­kauf bei Amazon.de erhal­ten. Sie zah­len dafür selbst­ver­ständ­lich kei­nen Cent mehr! Dies ermög­licht uns aber auch wei­ter­hin gut recher­chierte Test­be­richte ver­öf­fent­li­chen zu kön­nen.

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    Team tresor-test.net